Blumer – unsere Firmengeschichte

Die Blumer Maschinenbau AG heute ist ein modernes, weltweit tätiges Unternehmen, das eine führende Rolle im Bereich der Weiterverarbeitung von in Stapel geschnittenen respektive gestanzten Etiketten und Karten spielt. Kerngeschäft des Unternehmes sind Anlagen für die Produktion von Nassklebetiketten unter dem Brand „ATLAS“. Hohe Priorität haben auch leistungsfähige Hybridlösungen zum Stanzen von Karten und Anlagen für den Schneid- und Bandierprozess von Taxmarken für den Security Bereich. Aus Alters- und Nachfolgegründen wurden die Firma Blumer Maschinenbau AG und die Tochterfirma Blumer (USA) Inc. im Jahr 2011 aus dem Familienbesitz an den Unternehmer René Amherd verkauft. Mit diesem Schritt ist sichergestellt, dass das Unternehmen auch in Zukunft unabhängig und innovationsfreudig agieren kann. Das bewährte Geschäftsleitungsteam bleibt dabei unverändert. 

2000–2010
 Mit grosser Innovationskraft lanciert Blumer neue Produkte
Dazu gehören die Streifen- Gegendruckstanzanlage SG-2020, die grossformatige Gegendruckstanzanlage DG-35 sowie die neu konzipierte Atlas-1110 LS – als Nachfolgemodell der Atlas-110 –, die sich erneut innert wenigen Jahren weltweit als neuer Industriestandard etabliert. Es folgen bedeutende Neu- und Zusatzentwicklungen in den Bereichen Querschneiden, Kartonzuführung und -entnahme. 2008 wird die vollautomatisierte Atlas 40 für gross- und kleinformatige Schneideetiketten am Markt eingeführt. Mit der Entwicklung der Kartenstanzmaschine CCS 310 für Polycarbonat und andere schwer zu verarbeitende Materialien wird die Grundlage für das zweite Tätigkeitsfeld im Security-Bereich geschaffen. Die ICMA (International Card Manufacturers Association) zeichnet das CCS-Kartenstanzsystem 2007 mit dem ELAN Award als innovativste Entwicklung des Jahres aus. Bereits drei Jahre später folgt eine weitere ELAN-Award-Nominierung für den Werkzeugadapter CCS 310 M/F. Mit diesem Adapter lässt sich das System zum weltweit ersten Hybrid-Kartenstanzsystem erweitern.

1990–2000
 Die Vollautomatisierung der Etikettenproduktion bei Blumer im Fokus
Gemeinsam mit Partnern gelangt Blumer zu Lösungen, die alle Schritte von der Rolle bis zum perfekten, in Trays verpackten Etikettenstapel zusammenbringen. Diese Systeme sind am Markt sofort ein grosser Erfolg. Blumer entwickelt das Gegendruckstanzsystem zur Verarbeitung schwieriger Etikettenformen und Materialien – eine weitere zukunftsweisende Neuerung. 1996 wird die Tochterfirma Blumer (USA) Inc. in Windsor, Connecticut, mit eigener Vertriebs- und Serviceorganisation gegründet. Ein Jahr später feiert Blumer sein 100-jähriges Bestehen mit Festivitäten in Otelfingen und Chicago.

1980–1990 Generationswechsel und Wachstum
1984 wird aus der Einzelfirma Hans Blumer Maschinenfabrik eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Otelfingen. Hans Blumer sen. zieht sich aus der Firma zurück. Mit den neuen Firmeninhabern und Aktionären – Hans Blumer jun. und Verena Blumer – bleibt das Unternehmen im Familienbesitz. Hans Blumer jun. übernimmt als Mehrheitsaktionär die Geschäftsführung. Einige Jahre später kommt auf der Liegenschaft an der Libernstrasse 22 ein mehrstöckiges Gebäude hinzu – ein moderner Businesskomplex, der teilweise vermietet wird. Ab 1986 vermarktet Blumer verstärkt seine Handelsprodukte für das grafische Gewerbe und die Verpackungsindustrie. Mit eigenen Aussendienstmitarbeitern wird eine gezielte Erschliessung des Schweizer Markts in Angriff genommen. Abgerundet wird das Erfolgsjahrzehnt durch die Entwicklung und Markteinführung der Modelle PB-90 und PB-110: Diese Mehrfachbandiermaschinen sind mit bis zu 18 Bandierstationen ausgerüstet und werden am Markt sehr gut aufgenommen.

1970–1980 Der ATLAS wird präsentiert
Das Firmenareal in Zürich wird allmählich zu klein und veranlasst Blumer zum Umzug in die Libernstrasse 22 in Otelfingen, wo ein moderner Neubau entsteht. Blumer übernimmt von der Firma Böhler Stanz-, Rill- und Perforierlinien für die Stanzformenherstellung. Zugleich wird durch die Übernahme weiterer Handelsvertretungen für das grafische Gewerbe und die Verpackungsindustrie das Unternehmensfeld erheblich erweitert. Mit der Auslieferung des letzten Stanztiegels wird eine wichtige und erfolgreiche Epoche abgeschlossen, doch mit neuen Entwicklungen erschliesst sich Blumer die Zukunft. Dazu gehören die Zweistufen-Sägemaschine SERVO HIT für die Herstellung von Stanzplatten und die weltweit erste computergesteuerte Rillnuten-Fräsmaschine SERVO-STAR. Als wegweisend erweist sich Blumers Neuentwicklung einer Etikettenproduktionsanlage zum Stanzen von Nassklebe-Etiketten in Kombination mit einer Trenn- und Bandieranlage. Auf der DRUPA 1977 präsentiert das Unternehmen erstmals den Prototyp der ATLAS 110, ab 1980 erobern ATLAS-Etikettenproduktionsanlagen für geschnittene und gestanzte Etiketten systematisch den Markt. Der neue Industriestandard ist bis heute gültig, wenn auch in stetig weiter entwickelter Form. Damit wird Blumer zum Trendsetter in der Etikettenweiterverarbeitung.

1960–1970 Grundlage für die Etiketten- und Kartenweiterverarbeitung
Mit immer neuen Innovationen macht Blumer von sich reden: Es entstehen die Gummituch-Clichéschleifmaschine EXACT, der Rillnuten-Fräsmaschine RNF und die erste Tischbandiermaschine BB-10 – eine für diese Zeit revolutionäre Anlage. Ein entscheidender Durchbruch gelingt mit der Konstruktion und Entwicklung der Durchstoss-Stanzmaschine D-18. Über 600 Exemplare dieser laufend weiterentwickelten Maschine werden in den kommenden Jahrzehnten gebaut. Sie bilden die Grundlage für den weltweiten Erfolg von Blumer in der Etiketten- und Kartenweiterverarbeitung.

1897–1960
 Der Grundstein wird gelegt
Den Grundstein der Firma legt im Jahr 1897 Jean Blumer. Anfangs repariert er in seiner Schlosserei hauptsächlich Maschinen und Geräte, ehe er sie zu einer mechanischen Werkstatt weiterentwickelt. 1926 übernimmt Hans Blumer die Firma seines Vaters Jean. Unter seiner Leitung entstehen Spezialmaschinen für den Textilbereich, in den 30er-Jahren kommen wichtige Entwicklungen für die grafische und die Verpackungsindustrie hinzu. Das Unternehmen wächst stetig und muss mehrere Male innerhalb von Zürich den Standort wechseln. Anlagen und Maschinen aller Art werden entwickelt und gebaut. Dazu gehören Fliegenfängermaschinen, Fingerabdruckgeräte, Stempelapparate, die Automatisierung von Webstühlen, Textilappreturmaschinen sowie die bis heute legendären Blumer-Stanztiegel und die weltweit bekannten MCB-Brückenstanzmaschinen. 1953 – das Unternehmen steht kurz vor dem Bezug der neuen Fabrikhalle an der Leutschenbachstrasse in Zürich – tritt der Sohn von Hans Blumer, Hans Blumer jun., in die Firma ein.